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200 Jahre Fürst Karl Alexander von Thurn und Taxis - Armenspital Donaustauf

Von Markt Donaustauf · 20.10.2026

200 Jahre Fürst Karl Alexander von Thurn und Taxis - Armenspital Donaustauf 

An der Walhallastraße, genau unterhalb der St. Salvatorkirche und am Eingang ins „Schönthal,“ liegt das ehemalige Armenhaus des Marktes Donaustauf, heute als Gasthaus unter dem Namen „Historisches Armenspital“ bekannt.

Das Gebäude ziert an der Straßenseite eine Tafel mit der Aufschrift „Karl Alexander bürgerliches Armen-Spital erbaut 1826.“

Schon vor 1800 hatten die Fürsten von Thurn und Taxis im Sommer in dem wohl nach der Zerstörung der Burg im 30-jährigen Krieg (1634) entstandenen kleinen Schloss ihren Sommerurlaub verbracht. 1812 erhielten sie dann vom bayerischen Königshaus die Herrschaft Donaustauf als Entschädigung u.a. für den Verlust der Reichspostrechte, die sie im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation bis 1806 besessen hatten.

Der seit 1805 amtierende Fürst Karl Alexander von Thurn und Taxis (1770-1827) investierte nach 1812 in seine neue Herrschaft, wohl auch besonders auf Betreiben seiner Gatten, Fürstin Therese, einer Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz, deren Schwester Luise übrigens die Ehefrau König Friedrich Wilhelm`s III. von Preußen war. Von Therese ist bekannt, dass sie sich sehr gerne in Donaustauf aufhielt und für sie auch Wanderwege, z.B. auf den Bräuberg, auf dem heute die Walhalla steht, angelegt wurden.

Schon ab den 1820er Jahren wurden in Donaustauf u.a. das Schloss vergrößert, eine große Reithalle mit Stallungen errichtet und der bestehende kleine Schlossgarten zu einem großen Park erweitert.

Im Zuge dieser Bauarbeiten musste auch das bisherige Armenspital des Marktes, das sich nahe an der Donaubrücke befand, weichen. Die Brücke überquerte die Donau damals noch am Ostrand des Marktes, etwa auf Höhe der heutige Kreuzung Wörther-/Ludwig-/Walhallastraße. Fürst Karl Alexander kaufte das alte Armen-Spital für 600 Gulden und zahlte den Großteil der Neuerrichtung nur ein paar hundert Meter weiter am heutigen Standort.

Das Armenspital blieb in seiner Funktion als Wohnung für in Not geratene oder gering bemittelte Bürgerinnen und Bürger bis in die 1970/80er Jahre bestehen, wurde anschließend an einen Privatmann verkauft und von diesem von Grund auf als gastronomisches Objekt saniert.

Text: Hermann Hage

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